Artificial Intelligence

Künstliche Intelligenz: Abwarten ist auch eine Strategie.

Nur vermutlich keine besonders gute.

Künstliche Intelligenz ist Software, die aus Beispielen lernt, statt nur feste Regeln abzuarbeiten. Sie verändert gerade, wie Unternehmen entwickeln, entscheiden, kommunizieren und arbeiten. Wir helfen dabei, daraus mehr zu machen als einen ChatGPT-Account und drei Workshops. Hier lesen Sie, was das für Ihr Unternehmen bedeutet und wo der Einstieg liegt. Strategie. Umsetzung. Betrieb.

John McCarthy

Dartmouth / Geburtsstunde der KI

John McCarthy

„John McCarthy (computer scientist) Stanford 2006 (272020300)“ von null0 from Singapore, Singapore, 2006

Quelle: Wikimedia Commons · Lizenz: CC BY 2.0 · Bildnachweis

Bearbeitung: Zugeschnitten (Bildausschnitt), skaliert und komprimiert; sonst unverändert. Bearbeitet von Today is Life.

1955 gab John McCarthy einer Idee einen Namen: „Artificial Intelligence“. Ein Jahr später brachte die Dartmouth-Konferenz Forscher zusammen, die davon überzeugt waren, dass Maschinen Fähigkeiten entwickeln könnten, die bis dahin dem menschlichen Denken vorbehalten schienen. Fast siebzig Jahre blieb vieles davon Forschung, Vision oder Zukunftsversprechen. Heute ist die Technologie im Arbeitsalltag angekommen. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, ob KI Unternehmen verändern wird. Sondern wer früh genug lernt, mit ihr Unternehmen zu verändern.

John McCarthy (1927–2011) Informatiker, KI-Pionier und Mitbegründer der Artificial Intelligence

Warum wir das so sehen

Die Aussage „Jetzt oder nie“ ist natürlich etwas dick aufgetragen. Das wissen wir auch. Nur wird sie leider mit jedem Monat ein bisschen weniger dick aufgetragen. Als ChatGPT Ende 2022 öffentlich wurde, ging es erst einmal um Texte, dann um Bilder, dann um Programmierung. Inzwischen reden wir über Systeme, die nicht nur eine Antwort liefern, sondern Aufgaben bekommen, sich die notwendigen Informationen zusammensuchen, andere Systeme benutzen und danach weiterarbeiten. Während wir noch darüber reden, ob eine KI den besseren Text schreibt, ist die eigentliche Entwicklung längst weitergezogen.

Was daran irritiert, ist nicht einmal nur die Technologie selbst. Es ist vor allem das Tempo. Früher konnte man bei einer neuen Technologie durchaus sagen: Das schauen wir uns erst einmal zwei Jahre an. Dann waren die Kinderkrankheiten weg, andere hatten das Lehrgeld bezahlt und man konnte in Ruhe entscheiden. Bei KI sind zwei Jahre derzeit eine halbe Ewigkeit. Vieles, was wir vor einem Jahr über die Möglichkeiten von KI geschrieben haben, würden wir heute schon anders formulieren. Nicht weil es falsch war, sondern weil es inzwischen fast banal wirkt. Und genau das macht „Wir warten erst einmal ab“ so schwierig. Worauf eigentlich? Auf das fertige Modell? Wird es nicht geben. Auf die endgültige Technologie? Auch nicht. Auf den Moment, in dem jemand sagt: So, jetzt ist KI fertig, jetzt können die Unternehmen anfangen? Der kommt sehr wahrscheinlich auch nicht.

Wir benutzen KI noch wie Software

Genau da wird es für uns interessant, denn im Moment behandeln viele Unternehmen KI noch wie klassische Software. Es gibt einen bestehenden Prozess, und irgendwo kommt dann ein Kästchen mit „KI“ dazu. Der Mitarbeiter schreibt seine E-Mail jetzt mit ChatGPT, das Meeting wird automatisch zusammengefasst und im Kundenservice beantwortet ein Bot die ersten drei Fragen. Kann man machen. Spart oft sogar Geld. Aber wenn es dabei bleibt, haben wir vermutlich einen ziemlich großen Teil der Sache nicht verstanden. Die eigentlich spannende Frage ist doch, ob wir diesen Prozess heute überhaupt noch so bauen würden. Wenn eine KI eine Kundenanfrage lesen kann, den Kunden kennt, seine bisherigen Vorgänge findet, die nötigen Informationen aus verschiedenen Systemen zusammensucht, eine Antwort formuliert, den Vorgang dokumentiert und danach den nächsten Schritt auslöst: Warum bauen wir dann noch Prozesse, bei denen Menschen dieselben Informationen aus fünf Fenstern zusammensuchen?

Das ist für uns AI-First. Es geht nicht um möglichst viel KI. Es geht darum, erst einmal alles auf den Tisch zu legen und neu zu überlegen. Und manchmal kommt dabei übrigens heraus, dass man gar keine KI braucht. Aber auch das findet man nur heraus, wenn man ehrlich neu hinschaut, statt das Alte nur ein bisschen aufzurüsten.

Abwarten ist dabei natürlich ebenfalls eine Entscheidung. Das Problem ist nur: Man sieht ihre Kosten nicht. Kein Steuerberater schickt am Jahresende eine Auswertung mit der Position „Zu lange gewartet: 184.750 Euro“. Man merkt es erst spät. Der eine Wettbewerber entwickelt Software plötzlich in Monaten statt Jahren. Der nächste braucht für seine Verwaltung weniger Leute. Ein anderer beantwortet Kundenanfragen auch sonntags um 22:43 Uhr, ohne dafür jemanden sonntags um 22:43 Uhr an den Schreibtisch zu setzen. Am Anfang sieht das noch nicht dramatisch aus. Bis irgendwann zwei Unternehmen dasselbe anbieten und eines davon schneller, günstiger und vielleicht sogar besser ist. Dann wird aus einem Technologiethema ziemlich schnell ein kaufmännisches.

Deshalb jetzt

Der Vergleich mit dem Internet wird inzwischen etwas überstrapaziert, aber er hilft trotzdem. Natürlich konnte man 1998 sagen: Dieses Internet beobachten wir erst einmal. Und selbstverständlich konnte man auch 2005 noch eine Website bauen. Nur waren Amazon, Google und andere zu diesem Zeitpunkt längst bei einer ganz anderen Frage. Für sie ging es nicht mehr darum, ob man „das Internet einsetzen“ sollte. Ihr Geschäft existierte überhaupt nur, weil es das Internet gab. Genau dieser Unterschied interessiert uns heute bei KI. Nicht die Frage, wo man KI irgendwo einsetzen könnte. Sondern die viel grundsätzlichere: Was würden wir heute anders bauen, wenn wir ein Unternehmen noch einmal auf einem weißen Blatt Papier anfangen könnten und KI einfach da wäre?

Darauf gibt es keine allgemeine Antwort. Zum Glück. Sonst könnten wir uns die Beratung sparen. Aber man sollte anfangen, die Frage zu stellen. Wir wissen nicht, wo KI in fünf Jahren steht. Wer behauptet, das genau zu wissen, weiß vermutlich mehr als OpenAI, Anthropic, Google und der Rest der Branche zusammen. Wir sehen aber, was heute schon funktioniert. Und wir sehen, wie schnell Dinge möglich werden, die wir vor kurzer Zeit noch für Zukunftsmusik gehalten haben. Deshalb glauben wir, dass jetzt ein ziemlich guter Zeitpunkt ist, sich ernsthaft damit zu beschäftigen. Nicht mit dem nächsten ChatGPT-Workshop und danach zwölf Monaten Arbeitskreis KI, sondern mit dem eigenen Unternehmen. Was machen wir heute eigentlich den ganzen Tag? Warum machen wir es so? Was davon könnte eine Maschine übernehmen? Was sollten Menschen weiterhin machen? Und was würden wir überhaupt nicht mehr bauen, wenn wir heute noch einmal anfangen könnten? Das sind die Fragen, die uns interessieren. Deshalb: jetzt.

KI verstehen und nutzen

Was ist KI?

KI ist kein Chatbot-Trick, sondern eine neue Art, Probleme zu lösen: aus Daten lernen statt Regeln programmieren.

Unser AI-First Ansatz

Wer KI nur integriert, arbeitet mit alten Prozessen und neuem Werkzeug. AI-First heißt, den Prozess selbst neu zu denken.

KI-Tools im Überblick

ChatGPT kann fast alles, Claude schreibt saubereren Code, Gemini kennt Ihr Google-Postfach. Die Wahl ist keine Glaubensfrage.

Workshops & Schulungen

Die meisten Teams brauchen keine KI-Vision, sondern drei Stunden Praxis mit den eigenen Daten und echten Aufgaben.

KI & Nachhaltigkeit

Eine einfache Textanfrage braucht heute grob 0,2 bis 0,4 Wattstunden (Google: Median 0,24 Wh für Gemini). Das Problem ist die Menge, nicht die einzelne Frage.

Bereit für KI?

Die wenigsten Unternehmen brauchen eine Strategie-Folienschlacht. Meist reicht ein ehrlicher Blick auf drei, vier konkrete Prozesse.

Die Zahlen sprechen deutlich

Bis zu 50 %

Produktivitätssteigerung durch KI möglich (McKinsey, 2024)

Nur 34 %

der deutschen KMU fühlen sich auf KI vorbereitet (Bitkom, 2024)

300 Mio.

Jobs weltweit potenziell durch KI verändert bis 2030 (Goldman Sachs, 2023)

Häufig gestellte Fragen

Was ist Künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz bezeichnet Computersysteme, die Aufgaben lösen, für die normalerweise menschliche Intelligenz nötig ist, zum Beispiel Sprachverständnis, Mustererkennung, Problemlösung und Entscheidungsfindung. Moderne KI-Systeme wie ChatGPT oder Claude verstehen und schreiben Texte, analysieren Bilder und programmieren sogar.

Braucht mein Unternehmen wirklich KI?

Ja. Offen ist nur, wann und wie. Wer KI gezielt einsetzt, hat heute schon Vorsprung bei Effizienz, Kundenservice und Innovation. In wenigen Jahren gehört KI-Kompetenz so selbstverständlich dazu wie heute Computer-Kenntnisse.

Wo fange ich am besten an?

Starten Sie mit unseren Workshops. In drei bis vier Stunden lernen Sie die Grundlagen und können KI-Tools wie ChatGPT oder Claude sofort produktiv einsetzen. Von dort aus entwickeln wir gemeinsam eine AI-First-Strategie für Ihr Unternehmen.

Was kostet eine KI-Beratung?

Die Erstberatung ist kostenlos. Wir analysieren Ihre Situation und zeigen konkrete Möglichkeiten auf. Workshop-Preise starten bei 149 € pro Person. Individuelle Beratungsprojekte kalkulieren wir nach Aufwand. Vor Projektbeginn bekommen Sie ein transparentes Angebot.

Wie steht es um Datenschutz bei KI?

Datenschutz ist zentral. Wir beraten ausschließlich zum DSGVO-konformen Einsatz von KI und zeigen, wie Sie KI nutzen können, ohne sensible Daten preiszugeben. Der EU AI Act ist seit August 2024 in Kraft, die einzelnen Pflichten greifen gestaffelt. Stand 15.10.2026 nach der Übersicht der EU-Kommission (digital-strategy.ec.europa.eu): Verbote unzulässiger KI-Praktiken gelten seit dem 2. Februar 2025, Pflichten für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck seit dem 2. August 2025, die Transparenzregeln nach Artikel 50 ab August 2026. Für Hochrisiko-Systeme in sensiblen Bereichen (Anhang III) wurde die Frist auf den 2. Dezember 2027 verschoben, für KI in regulierten Produkten (Anhang I) auf den 2. August 2028. Welche Pflichten für Sie gelten, hängt davon ab, ob Sie ein System anbieten oder einsetzen und in welche Risikoklasse es fällt – das klären wir im Einzelfall.

Bereit für AI-First?

Kein Verkaufsgespräch mit Folienschlacht. Wir schauen uns Ihr Unternehmen an und sagen ehrlich, wo KI etwas bringt und wo nicht. Manchmal lautet die Antwort: noch nicht.